Liebe Migranten,
viele von Euch kenne ich persönlich. Bin mit manchen eng befreundet, andere treffe ich gerne und quatsche dann mit ihnen. Antonio, den Kellner in meinem italienischen Lieblingsrestaurant. José, unseren spanischen Filmkritiker für die KOMMA, „Remmy“, mein polnischer Freund, der uns hier im Büro oder daheim dank seiner handwerklichen Fähigkeiten so gerne zur Hand geht. Abdul, ein Postbeamter, der Vater eines Sohnes, der mit dem meinen Fußball spielt. Chaim Noll, mein israelischer Freund und Schriftsteller, der gerne für unsere KOMMA und Bücher Beiträge liefert. Den Taxifahrer Loc Pham, ein Koreaner, bei dessen Hochzeit ich schon vor knapp 20 Jahren eingeladen war. Der fleißige Mohammed, der inzwischen 64 Jahre alt ist, immer noch um 4.00 Uhr morgens aufsteht, um auf dem Großmarkt für seinen Obst- und Gemüseladen einzukaufen. Und Dr. Lobkowicz, meinen Zahnarzt, dessen Nationalität ich nicht kenne. Nurro, ein Kurde, der zurzeit arbeitlos ist.