Blogeinträge von Stanislaus Stammtisch

Wer schützt uns vor solchen Richtern?



Die Karlsruher Richter haben schon seit langem entschieden: Die Sicherungsverwahrung ist in Teilen nicht verfassungskonform. Viele Schwerverbrecher werden wohl in die Freiheit entlassen. Männer sind darunter, die sich im Knast jeder Therapie entzogen haben – und die immer wieder Verbrechen begingen.


Man möchte schreien vor Wut! In Dortmund wird ein Sexualverbrecher nach Haftentlassung monatelang von der Polizei und Psychologen bewacht und betreut. Kaum unbeobachtet, vergeht er sich an einer Siebenjährigen. Im Münsterland missbraucht ein Triebtäter, soeben raus aus dem Knast, die fünfjährige Tochter seiner Nachbarn. 




Willkommen im Paradies!



Liebe Emanzen-Lobby,


schon seit Wochen tobt mal wieder der Kampf um die Frauenquote in hysterischer Atmosphäre. Deutsche Firmen, genannt werden immer die DAX-Unternehmen, sollen ihre Vorstände und Führungspositionen paritätisch mit Damen besetzt. Falls dies nicht freiwillig geschieht, muss ein Gesetz her, und eine EU-Hexe drohte bereits mit dem Kadi, wenn die Firmen nicht kuschen. Was soll eigentlich an solchen Forderungen gut sein?




Erziehen statt hofieren!



Liebe Eltern „unerzogener“ Kinder,

es ist schön zu sehen, wie liebevoll Sie Ihre Kinder umsorgen, an ihren Hobbys teilnehmen und häufig Tag und Nacht für sie da sind. Keine Frage. Doch auch das ist richtig: Viele von Ihnen „kümmern“ sich so intensiv um ihre Sprösslinge, dass sie hierüber vergessen, sie zu erziehen. Kinder werden vielerorts in ungesundem Maße in den Mittelpunkt von Alltag und Interesse gerückt, bemuttert, ja verklärt. Es scheint was dran zu sein, an der „Legende vom heiligen Kind“.

Ist man am Abend bei Freunden eingeladen, so sitzen Ihre Kinder mit größter Selbstverständlichkeit dabei. Was ein vertrauliches Gespräch nicht gerade vereinfacht. Kinder diktieren immer häufiger als diskrete Regisseure den Familien- und Elternalltag. Die Kinder können nichts dafür. Es sind Sie, ihre Eltern, die sie in einem Maße hofieren, das unbekömmlich geworden ist – für die Kinder selbst, für manche Eltern und für die Umgebung.



Es kommt doch nur der Papst mal vorbei …



Arroganz und Vertrauen

Liebe Leserinnen und Leser,

deutsche Theologen, der kirchliche Laienapparat, Medien und Politik bereiten den Papstbesuch im September vor. In der letzten KOMMA-Ausgabe haben wir ausführlich darüber berichtet. Und wie man ihn vorbereitet, da gibt man sich schon Mühe und beweist Sinn für Strategie. Kaum ein Tag, an dem nicht fast jede Provinzpostille Themen wie Zölibat und Frauenpriestertum diskutiert. „Kritische“ Fragen, Besorgnis um die Kirche, Debatten von Ignoranten – und dann jenes von 143 Theologen unterzeichnete Memorandum „Kirche 2011: Ein notwendiger Aufbruch“. Alles kalter Kaffee: Forderungen, die an die sogenannte „Kölner Erklärung“ aus dem Jahre 1989 und das „Kirchenvolksbegehren“ von 1995 erinnern.

Und die deutsche Amtskirche selbst? Der gewaltige Apparat „plant“ zurzeit den Papstbesuch: deutsch, akribisch, verwaltungstechnisch perfekt. Doch Freude oder Begeisterung? Appelle an die Katholiken oder gar Initiativen, um dem Papst in Berlin, Erfurt oder Freiburg begegnen zu können? Nichts! Warum auch?



Unser Stanislaus Stammtisch rät: Vergesst die Standesämter!



Liebe Mütter und Väter,

die USA werden in Zukunft in Kinderpässen nicht mehr die Abteilung „Mutter“ und „Vater“ führen, sondern stattdessen „Elternteil 1 und 2“ (Parent). Die Gender-Lobby darf sich feiern. Wann wird wohl der amerikanische „Fortschritt“ Europa beglücken? Keine Sorge, in Brüssel diskutiert man bereits „die Sache“.

Doch Gender? Immer wieder „Gender“ und „Gender-Programme“, die der deutsche Staat und die EU mit Millionen Euros finanzieren. Was ist das eigentlich?



Der „dicke“ Unterschied …



Liebe Migranten,

viele von Euch kenne ich persönlich. Bin mit manchen eng befreundet, andere treffe ich gerne und quatsche dann mit ihnen. Antonio, den Kellner in meinem italienischen Lieblingsrestaurant. José, unseren spanischen Filmkritiker für die KOMMA, „Remmy“, mein polnischer Freund, der uns hier im Büro oder daheim dank seiner handwerklichen Fähigkeiten so gerne zur Hand geht. Abdul, ein Postbeamter, der Vater eines Sohnes, der mit dem meinen Fußball spielt. Chaim Noll, mein israelischer Freund und Schriftsteller, der gerne für unsere KOMMA und Bücher Beiträge liefert. Den Taxifahrer Loc Pham, ein Koreaner, bei dessen Hochzeit ich schon vor knapp 20 Jahren eingeladen war. Der fleißige Mohammed, der inzwischen 64 Jahre alt ist, immer noch um 4.00 Uhr morgens aufsteht, um auf dem Großmarkt für seinen Obst- und Gemüseladen einzukaufen. Und Dr. Lobkowicz, meinen Zahnarzt, dessen Nationalität ich nicht kenne. Nurro, ein Kurde, der zurzeit arbeitlos ist.



Fähnchen im Wind



Liebe Politiker,

nur gut, dass Ihr alle so kluge Menschen seid. Ihr wisst zu unterscheiden zwischen „Stammtischparolen“, Themen, die „betroffen“ stimmen dürfen und den Problemen, die das Volk wirklich berühren. Oder berühren „dürfen“. Oder berühren „sollen“. Mit geschultem Auge trennt ihr Gutmenschen von Zündlern und Ewiggestrigen.

Ob Eure Analysen der Wahrheit entsprechen, interessiert eigentlich niemanden. Am wenigsten Euch selbst.

Ein Blick auf die beiden großen „Volksparteien“: Wer noch vor Jahren kommentierte, „Multi-Kulti“ sei in dieser Form gescheitert, wer gar Sanktionen forderte gegen Migranten, die in unserem Land alle „Wohltaten“ gerne einsacken, aber sich nicht um ihre eigene Integration kümmern – oder wer gar auf eine schleichende Islamisierung Europas oder Deutschlands hinwies, den hättet Ihr am liebsten gelyncht. Denn er störte: die Ruhe, den Frieden, die Harmonie.



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